Das Arbeitgeberbrutto sind die gesamten Kosten, die ein Mitarbeiter dem Arbeitgeber im Jahr verursacht: das Bruttogehalt plus Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Umlagen und der Beitrag zur Unfallversicherung. Oben rechnen Sie das für Ihre Stelle. Darunter stehen die Formel, die Sätze 2026 und was zusätzlich zum Arbeitgeberbrutto auf die Besetzung zukommt.
Wie berechnet sich das Arbeitgeberbrutto?
Arbeitgeberbrutto = Jahresbrutto + Arbeitgeberanteile Sozialversicherung + Umlagen + Unfallversicherung + weitere Arbeitgeberkosten
Die Prozentsätze rechnen auf das Jahresentgelt. Für 2026 gelten diese Sätze, jeweils der Anteil des Arbeitgebers:
- Rentenversicherung: 9,3 Prozent bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 € im Jahr.
- Arbeitslosenversicherung: 1,3 Prozent bis zur selben Grenze.
- Krankenversicherung: 7,3 Prozent plus die Hälfte des Zusatzbeitrags, im Durchschnitt 2,9 Prozent, bis 69.750 € im Jahr.
- Pflegeversicherung: 1,8 Prozent bis zur Grenze der Krankenversicherung, in Sachsen 1,3 Prozent.
- Umlagen: U2 für Mutterschaft, U3 für Insolvenzgeld mit 0,15 Prozent, in Betrieben mit bis zu 30 Beschäftigten zusätzlich U1 für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Die Sätze legt die jeweilige Krankenkasse fest.
- Unfallversicherung: Beitrag an die Berufsgenossenschaft nach Branche und Gefahrklasse, im Rechner mit dem Richtwert von 1,3 Prozent vorbelegt.
Die Grenzen und Beitragssätze veröffentlichen die Bundesregierung und die Deutsche Rentenversicherung. Die Umlagesätze der Krankenkassen liegen je Kasse unterschiedlich, der Rechner nimmt Richtwerte und lässt Sie den Satz Ihres Betriebs eintragen.
Beispiel: Was kostet ein Mitarbeiter im Jahr?
Die Tabelle rechnet zwölf Monatsgehälter, Niedersachsen, den durchschnittlichen Zusatzbeitrag und einen Betrieb mit mehr als 30 Beschäftigten. Dieselbe Rechnung steht im Rechner oben.
| Brutto im Monat | Jahresbrutto | Aufschlag | Gesamtkosten im Jahr | Gesamtkosten im Monat | Faktor |
|---|---|---|---|---|---|
| 3.000 € | 36.000 € | 8.294 € | 44.294 € | 3.691 € | 1,23 |
| 4.000 € | 48.000 € | 11.059 € | 59.059 € | 4.922 € | 1,23 |
| 5.000 € | 60.000 € | 13.824 € | 73.824 € | 6.152 € | 1,23 |
| 6.500 € | 78.000 € | 17.101 € | 95.101 € | 7.925 € | 1,22 |
| 8.000 € | 96.000 € | 19.349 € | 115.349 € | 9.612 € | 1,20 |
Bis 5.812 € brutto im Monat liegt der Aufschlag gleichbleibend bei 23,0 %. Danach greift zuerst die Grenze der Kranken- und Pflegeversicherung, später die der Renten- und Arbeitslosenversicherung. Der Prozentwert sinkt, der Eurobetrag steigt weiter.
Wo die Beitragsbemessungsgrenzen liegen
Sozialversicherungsbeiträge fallen nur auf den Teil des Entgelts an, der unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt. 2026 sind das 101.400 € im Jahr für Renten- und Arbeitslosenversicherung und 69.750 € für Kranken- und Pflegeversicherung. Die Umlagen U1 bis U3 rechnen auf das Entgelt bis zur Grenze der Rentenversicherung. Für Spitzengehälter in der Geschäftsführung und in der Werksleitung ist deshalb der Eurobetrag die belastbare Größe.
Was zusätzlich zum Arbeitgeberbrutto kommt
Das Arbeitgeberbrutto deckt Gehalt und gesetzliche Abgaben. Arbeitsplatz, Einarbeitung und die Besetzung selbst kommen dazu. Was die Besetzung je Einstellung kostet, rechnet der Ratgeber zu Cost per Hire. Was die offene Stelle am Tag kostet, zeigt der Vakanzenrechner. Die Wege der Besetzung nebeneinander stehen im Ratgeber zur externen Personalbeschaffung, die Einstellungskosten im Magazin unter Mitarbeiter einstellen: Kosten.
Soll die Rolle über eine Personalberatung besetzt werden, beantwortet Headhunter-Kosten die Honorarfrage. Der Rechner oben rechnet auf Wunsch das erste Jahr mit Erfolgshonorar durch. Passende Besetzung für den industriellen Mittelstand: Personalvermittlung.
So nutzen Sie den Rechner
- Bruttogehalt im Monat und Anzahl der Monatsgehälter eintragen.
- Bundesland wählen und bei Bedarf Zusatzbeitrag, Berufsgenossenschaft und Umlagen an Ihren Betrieb anpassen.
- Ein zweites Gehalt danebenlegen, wenn zwei Kandidaten oder zwei Gehaltsstufen zur Wahl stehen.
- Den Link kopieren oder das Ergebnis als PDF speichern und ins Budget übernehmen.
