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Vergütung und Gehalt

Arbeitgeberbrutto berechnen: Rechner für die Personalkosten 2026

Arbeitgeberbrutto berechnen: Aus dem Bruttogehalt die Gesamtkosten eines Mitarbeiters mit Sozialversicherung, Umlagen und Unfallversicherung rechnen.

Das Arbeitgeberbrutto ist das Bruttogehalt plus die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, die Umlagen und die Unfallversicherung. Unterhalb der Beitragsbemessungsgrenzen liegt der Aufschlag 2026 bei rund 23,0 % des Bruttos.

Das Wichtigste in Kürze

  • Unter den Beitragsbemessungsgrenzen kostet ein Mitarbeiter 2026 rund 23,0 % mehr als sein Bruttogehalt.
  • Der Sozialversicherungsanteil des Arbeitgebers liegt im Schnitt bei 21,2 %, dazu kommen Umlagen und die Berufsgenossenschaft.
  • Bei 4.000 € brutto im Monat sind es 59.059 € im Jahr.
  • Oberhalb der Grenzen sinkt der Aufschlag in Prozent, der Eurobetrag steigt trotzdem.
  • Der Rechner stellt zwei Gehälter nebeneinander und zeigt jeden Posten mit Rechenweg.

Rechner

Was ein Mitarbeiter Sie im Jahr wirklich kostet

Bruttogehalt eintragen, die Gesamtkosten stehen sofort darunter. Alle Sätze gelten für 2026. Die Zahlen bleiben im Browser, den Link zu Ihrer Rechnung können Sie teilen.

Gesamtkosten = Jahresbrutto + Arbeitgeberanteile Sozialversicherung + Umlagen + Unfallversicherung + weitere Arbeitgeberkosten

Beispiel mit 4.000 € brutto im Monat, zwölf Gehältern und den durchschnittlichen Sätzen. Gehalt überschreiben oder unten ein Beispielgehalt antippen.

Die Stelle

Der Rechner gilt ab 2.000 € im Monat.

Weihnachts- und Urlaubsgeld zählen als Monatsgehälter.

In Sachsen gilt ein anderer Arbeitgeberanteil zur Pflegeversicherung.

Beispielgehalt:
Sätze Ihres Betriebs anpassen

Durchschnitt 2,9 %. Der Arbeitgeber trägt die Hälfte.

Richtwert 1,3 %. Der Satz hängt von Branche und Gefahrklasse ab.

Satz Ihrer Krankenkasse.

Zum Beispiel Dienstwagen oder Zuschüsse ohne Sozialversicherung.

Gesamtkosten für den Arbeitgeber

4.922 €

im Monat, Durchschnitt

59.059 €

im Jahr

Faktor 1,23 auf das Jahresbrutto. Aufschlag auf das Brutto: 23,0 %. Der Monatswert ist das Jahr geteilt durch zwölf, Sonderzahlungen sind darin verteilt.

  • Bruttogehalt48.000 €
  • Sozialversicherung10.152 €
  • Umlagen U1, U2, U3283 €
  • Berufsgenossenschaft624 €
  • Auf jeden Euro Gesamtkosten entfallen 81 % auf das Bruttogehalt. Der Rest sind Arbeitgeberanteile, Umlagen und Unfallversicherung.
So kommt die Zahl zustande
Rechenweg der Gesamtkosten für Gehalt A
PostenRechenwegEuro im MonatEuro im Jahr
Bruttogehalt4.000 € mal 12 Monatsgehälter4.000 €48.000 €
Rentenversicherung9,3 % auf 48.000 € (Grenze 101.400 €)372 €4.464 €
Arbeitslosenversicherung1,3 % auf 48.000 € (Grenze 101.400 €)52 €624 €
Krankenversicherung8,75 % (7,3 % Grundbeitrag plus halber Zusatzbeitrag von 2,9 %) auf 48.000 € (Grenze 69.750 €)350 €4.200 €
Pflegeversicherung1,8 % auf 48.000 € (Grenze 69.750 €)72 €864 €
Umlage U2 (Mutterschaft)0,44 % auf 48.000 €18 €211 €
Umlage U3 (Insolvenzgeld)0,15 % auf 48.000 €6 €72 €
Berufsgenossenschaft1,3 % auf 48.000 €52 €624 €
Gesamtkosten4.922 €59.059 €

Sätze Stand 16.10.2026: Beitragsbemessungsgrenzen 101.400 € (Renten- und Arbeitslosenversicherung) und 69.750 € (Kranken- und Pflegeversicherung) im Jahr. Die Rechnung läuft über das Jahresentgelt und gilt für gesetzlich Versicherte. Umlagesätze sind Richtwerte, der Satz Ihrer Krankenkasse gilt.

Die Personalkosten sind der laufende Teil. Was die offene Stelle am Tag kostet, rechnet der Vakanzenrechner. Wie viele Köpfe die Linie braucht, steht im Ratgeber Personalbedarf berechnen. Für eine konkrete Stelle: Besetzbarkeit prüfen.

Das Arbeitgeberbrutto sind die gesamten Kosten, die ein Mitarbeiter dem Arbeitgeber im Jahr verursacht: das Bruttogehalt plus Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Umlagen und der Beitrag zur Unfallversicherung. Oben rechnen Sie das für Ihre Stelle. Darunter stehen die Formel, die Sätze 2026 und was zusätzlich zum Arbeitgeberbrutto auf die Besetzung zukommt.

Wie berechnet sich das Arbeitgeberbrutto?

Arbeitgeberbrutto = Jahresbrutto + Arbeitgeberanteile Sozialversicherung + Umlagen + Unfallversicherung + weitere Arbeitgeberkosten

Die Prozentsätze rechnen auf das Jahresentgelt. Für 2026 gelten diese Sätze, jeweils der Anteil des Arbeitgebers:

  • Rentenversicherung: 9,3 Prozent bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 € im Jahr.
  • Arbeitslosenversicherung: 1,3 Prozent bis zur selben Grenze.
  • Krankenversicherung: 7,3 Prozent plus die Hälfte des Zusatzbeitrags, im Durchschnitt 2,9 Prozent, bis 69.750 € im Jahr.
  • Pflegeversicherung: 1,8 Prozent bis zur Grenze der Krankenversicherung, in Sachsen 1,3 Prozent.
  • Umlagen: U2 für Mutterschaft, U3 für Insolvenzgeld mit 0,15 Prozent, in Betrieben mit bis zu 30 Beschäftigten zusätzlich U1 für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Die Sätze legt die jeweilige Krankenkasse fest.
  • Unfallversicherung: Beitrag an die Berufsgenossenschaft nach Branche und Gefahrklasse, im Rechner mit dem Richtwert von 1,3 Prozent vorbelegt.

Die Grenzen und Beitragssätze veröffentlichen die Bundesregierung und die Deutsche Rentenversicherung. Die Umlagesätze der Krankenkassen liegen je Kasse unterschiedlich, der Rechner nimmt Richtwerte und lässt Sie den Satz Ihres Betriebs eintragen.

Beispiel: Was kostet ein Mitarbeiter im Jahr?

Die Tabelle rechnet zwölf Monatsgehälter, Niedersachsen, den durchschnittlichen Zusatzbeitrag und einen Betrieb mit mehr als 30 Beschäftigten. Dieselbe Rechnung steht im Rechner oben.

Beispiel: Arbeitgeberbrutto 2026 bei zwölf Monatsgehältern
Brutto im Monat Jahresbrutto Aufschlag Gesamtkosten im Jahr Gesamtkosten im Monat Faktor
3.000 € 36.000 € 8.294 € 44.294 € 3.691 € 1,23
4.000 € 48.000 € 11.059 € 59.059 € 4.922 € 1,23
5.000 € 60.000 € 13.824 € 73.824 € 6.152 € 1,23
6.500 € 78.000 € 17.101 € 95.101 € 7.925 € 1,22
8.000 € 96.000 € 19.349 € 115.349 € 9.612 € 1,20

Bis 5.812 € brutto im Monat liegt der Aufschlag gleichbleibend bei 23,0 %. Danach greift zuerst die Grenze der Kranken- und Pflegeversicherung, später die der Renten- und Arbeitslosenversicherung. Der Prozentwert sinkt, der Eurobetrag steigt weiter.

Wo die Beitragsbemessungsgrenzen liegen

Sozialversicherungsbeiträge fallen nur auf den Teil des Entgelts an, der unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt. 2026 sind das 101.400 € im Jahr für Renten- und Arbeitslosenversicherung und 69.750 € für Kranken- und Pflegeversicherung. Die Umlagen U1 bis U3 rechnen auf das Entgelt bis zur Grenze der Rentenversicherung. Für Spitzengehälter in der Geschäftsführung und in der Werksleitung ist deshalb der Eurobetrag die belastbare Größe.

Was zusätzlich zum Arbeitgeberbrutto kommt

Das Arbeitgeberbrutto deckt Gehalt und gesetzliche Abgaben. Arbeitsplatz, Einarbeitung und die Besetzung selbst kommen dazu. Was die Besetzung je Einstellung kostet, rechnet der Ratgeber zu Cost per Hire. Was die offene Stelle am Tag kostet, zeigt der Vakanzenrechner. Die Wege der Besetzung nebeneinander stehen im Ratgeber zur externen Personalbeschaffung, die Einstellungskosten im Magazin unter Mitarbeiter einstellen: Kosten.

Soll die Rolle über eine Personalberatung besetzt werden, beantwortet Headhunter-Kosten die Honorarfrage. Der Rechner oben rechnet auf Wunsch das erste Jahr mit Erfolgshonorar durch. Passende Besetzung für den industriellen Mittelstand: Personalvermittlung.

So nutzen Sie den Rechner

  1. Bruttogehalt im Monat und Anzahl der Monatsgehälter eintragen.
  2. Bundesland wählen und bei Bedarf Zusatzbeitrag, Berufsgenossenschaft und Umlagen an Ihren Betrieb anpassen.
  3. Ein zweites Gehalt danebenlegen, wenn zwei Kandidaten oder zwei Gehaltsstufen zur Wahl stehen.
  4. Den Link kopieren oder das Ergebnis als PDF speichern und ins Budget übernehmen.

Unsere Einschätzung

Im Gespräch über eine Stelle fällt zuerst das Bruttogehalt, in der Geschäftsführung zählt am Ende die Jahressumme. Wer die Gesamtkosten der Position vor dem Mandat kennt, legt den Gehaltsrahmen früher fest und rechnet im Angebotsgespräch nicht mehr nach.

Bei Fach- und Führungskräften oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen lohnt der Blick auf den Eurobetrag. Der Prozentaufschlag sinkt, jeder zusätzliche Gehaltseuro kostet den Arbeitgeber aber weiterhin mehr als einen Euro. Diese Einschätzung geben wir aus Mandaten mit.

Eigene Erfahrung aus der Vermittlungstätigkeit von PolyTALENT. Zahlen aus externen Quellen stehen im Quellenverzeichnis.

Handlungsempfehlungen

  1. Tragen Sie im Rechner das geplante Bruttogehalt ein und stellen Sie das Gehalt eines zweiten Kandidaten daneben.
  2. Passen Sie Zusatzbeitrag und Berufsgenossenschaft an die Sätze Ihres Betriebs an, bevor Sie die Zahl ins Budget übernehmen.
  3. Legen Sie das Arbeitgeberbrutto neben die Vakanzkosten der offenen Stelle, bevor Sie über Gehaltsspielraum entscheiden.
  4. Rechnen Sie bei Fach- und Führungskräften oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen mit dem Eurobetrag, nicht mit dem Prozentwert.

Häufige Fragen

Was ist das Arbeitgeberbrutto?+

Das Arbeitgeberbrutto sind die gesamten Kosten, die ein Mitarbeiter dem Arbeitgeber im Jahr verursacht: Bruttogehalt plus Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Umlagen und Beitrag zur Unfallversicherung. Unterhalb der Beitragsbemessungsgrenzen liegt der Aufschlag 2026 bei rund 23,0 % des Bruttogehalts. Der Rechner auf dieser Seite zeigt jeden Posten einzeln.

Wie berechnet man die Personalkosten eines Mitarbeiters?+

Sie rechnen das Jahresbrutto und addieren die Arbeitgeberanteile zur Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung, die Umlagen U1, U2 und U3 und den Beitrag zur Berufsgenossenschaft. Renten- und Arbeitslosenversicherung enden an der höheren Beitragsbemessungsgrenze, Kranken- und Pflegeversicherung früher. Der Rechner oben setzt die Grenzen selbst und zeigt den Rechenweg.

Wie hoch sind die Lohnnebenkosten für den Arbeitgeber 2026?+

Unterhalb der Beitragsbemessungsgrenzen zahlt der Arbeitgeber 2026 im Schnitt 21,2 % Sozialversicherungsanteil. Mit Umlagen und Unfallversicherung ergeben sich rund 23,0 % des Bruttogehalts. Das Statistische Bundesamt nennt für 2025 Arbeitskosten von 45,0 Euro je geleistete Stunde in Deutschland. Ihr Wert hängt von Gehalt, Krankenkasse und Berufsgenossenschaft ab.

Was kostet ein Mitarbeiter mit 4.000 Euro brutto den Arbeitgeber?+

Bei 4.000 € brutto im Monat und zwölf Gehältern kostet ein Mitarbeiter den Arbeitgeber 2026 rund 59.059 € im Jahr, also 4.922 € im Monat. Der Aufschlag beträgt 11.059 €, das ist der Faktor 1,23. Grundlage sind Niedersachsen, der durchschnittliche Zusatzbeitrag und mehr als 30 Beschäftigte.

Quellen

  1. Bundesregierung: Rechengrößen in der Sozialversicherung 2026 (2026-10-16)
  2. Deutsche Rentenversicherung: Sozialversicherungsrechengrößen 2026 (2026-10-16)
  3. Bundesgesundheitsministerium: Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung (2026-10-16)
  4. Bundesgesundheitsministerium: Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung (2026-10-16)
  5. Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Das ändert sich im neuen Jahr (Insolvenzgeld 0,15 Prozent) (2026-10-16)
  6. Techniker Krankenkasse: Umlagesätze U1 und U2 2026 (2026-10-16)
  7. DGUV: Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung (2026-10-16)
  8. Gesetz über den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen (AAG) (2026-10-16)
  9. Statistisches Bundesamt: Arbeitskosten 2025 (2026-10-16)

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