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Ratgeber

Recruiting-Prozess und Kennzahlen

Cost per Hire berechnen: Formel und Auswertung für die Produktion

Cost per Hire berechnen: Formel aus internen und externen Suchkosten, Beispielrechnung und Abgrenzung zu Vakanzkosten für Produktionsbetriebe.

Cost per Hire ist die Summe der internen und externen Suchkosten eines Zeitraums, geteilt durch die Zahl der erfolgreichen Einstellungen. Gehalt, Einarbeitung und die offene Linie gehören in eigene Spalten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Cost per Hire = (interne + externe Suchkosten) ÷ erfolgreiche Einstellungen desselben Zeitraums.
  • Gehalt, Einarbeitung und Vakanzkosten gehören nicht in den Zähler.
  • Die oft zitierten 4.700 Euro aus IZA 2013 sind Hiring Costs inkl. Adaption, nicht die reine Suchkosten-CPH.
  • Abbrecher bleiben im Zähler und kommen nicht in den Nenner.
  • Steuern Sie nach Rolle und Kanal, nicht nur über den Werksdurchschnitt.

Cost per Hire ist die Summe der internen und externen Suchkosten eines Zeitraums, geteilt durch die Zahl der in diesem Zeitraum erfolgreich eingestellten Personen. Die Kennzahl misst, was die Suche kostet. Sie misst nicht das Gehalt der neuen Stelle und nicht den Leerlauf der offenen Linie.

Dieser Ratgeber zeigt die Formel, die Kostenarten und eine Beispielrechnung für Produktionsbetriebe. Die Dauer der Besetzung steht im Ratgeber zur Time-to-Hire. Die Kosten der unbesetzten Stelle rechnet der Vakanzenrechner. Was der neue Mitarbeiter selbst kostet, einschließlich Lohnnebenkosten und Einarbeitung, steht im Magazin Mitarbeiter einstellen: Kosten.

Was ist Cost per Hire?

Cost per Hire, kurz CPH, ist die durchschnittliche Suchkostenbelastung je erfolgreicher Einstellung.

Xing fasst die Kennzahl als die Kosten, die für die Besetzung einer offenen Stelle anfallen, und rechnet die Recruiting-Ausgaben durch die Zahl der eingestellten Personen. Intern zählen Arbeitszeit von HR, Fachabteilung und Führung. Extern zählen Rechnungen: Anzeigen, Software, Messen, Reisekosten, Personalberatung.

Die Society for Human Resource Management hat die Messidee standardisiert: erst alle Suchkosten eines Zeitraums sammeln, dann durch die Einstellungen desselben Zeitraums teilen. Ohne festgelegten Zeitraum und ohne festgelegtes Ende der „Einstellung“ vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.

Empfohlene Messregel für Produktionsbetriebe:

  • Zähler: interne plus externe Recruiting-Kosten im gewählten Zeitraum
  • Nenner: erfolgreiche Einstellungen desselben Zeitraums, gezählt ab Angebotannahme oder Vertragsunterschrift
  • Nicht im Zähler: Gehalt und Lohnnebenkosten der neuen Stelle, Produktivitätsverlust in der Einarbeitung, Überstunden und Ausfall der offenen Linie

Diese Regel hält die Cost per Hire steuerbar. Sie beantwortet, was die Suche gekostet hat. Die anderen beiden Kostenarten brauchen eigene Spalten.

Wie berechnet man die Cost per Hire?

Cost per Hire = (interne Recruiting-Kosten + externe Recruiting-Kosten) ÷ Anzahl der Einstellungen

Legen Sie den Zeitraum schriftlich fest: Monat, Quartal oder die letzten zwölf Monate. Wechseln Sie die Regel nicht innerhalb einer Serie.

Zählen Sie nur erfolgreiche Einstellungen. Abgebrochene Suchen bleiben im Zähler, weil das Geld geflossen ist. Sie gehören nicht in den Nenner. Sonst wird eine teure, erfolglose Suche künstlich billig, sobald später irgendwer unterschreibt.

Rechnen Sie den Periodenwert und, wenn Sie steuern wollen, zusätzlich die Cost per Hire je Rolle oder je Kanal. Ein Werksdurchschnitt über Maschinenführer und Werkleitung verdeckt, wo das Geld tatsächlich sitzt.

Läuft eine Suche über die Periodengrenze, bleiben Rechnungen in dem Monat, in dem sie angefallen sind. Die Einstellung zählt in dem Zeitraum, in dem der Vertrag unterschrieben wird. Schieben Sie alte Anzeigenkosten nicht in das neue Quartal, nur damit die Zahl gefälliger wird. Dokumentieren Sie die Regel unter der Tabelle.

Welche Kosten gehören in die Cost per Hire?

In die Cost per Hire gehören nur Kosten, die wegen der Personalsuche entstehen. Interne Posten sind Zeit. Externe Posten sind Rechnungen.

Interne und externe Suchkosten
Intern Extern
Anteilige Arbeitszeit von HR und Recruiter Stellenanzeigen in Jobbörsen und Print
Zeit von Meister, Schicht- und Werksleitung für Sichtung, Fachgespräch und Werksführung Bewerbermanagement, Multiposting, Testlizenzen
Vertretung in der Schicht, damit das Gespräch stattfinden kann Messen, Hochschulkooperationen, Reisekosten von Bewerbern
Prämien für Mitarbeiterempfehlungen Personalberatung und Headhunter-Honorar
Anteilige Weiterbildung des Recruiting-Teams Anteiliges Budget für Personalmarketing, das dieser Suche zugeordnet ist

Zählen Sie Meisterzeit nur, wenn Sie sie auch in anderen Monaten gleich behandeln. Einmal die Stunden ansetzen und dann wieder weglassen macht die Serie wertlos. Fehlt eine belastbare Stundenerfassung, beginnen Sie mit den Rechnungen und ergänzen Sie die Fachzeit als zweite Linie, sobald sie steht.

Onboarding, Schutzausrüstung, arbeitsmedizinische Vorsorge und die Anlaufkurve an der Anlage gehören nicht in die Cost per Hire. Das sind Einstellungskosten nach der Zusage. Die leere Linie gehört in die Vakanzrechnung.

Zwei getrennte Kostenstapel auf einem Metalltisch am Rand einer Fertigung: Suchunterlagen und ein leeres Schichttableau

Cost per Hire, Vakanzkosten und Einstellungskosten: was gehört wohin?

Drei Kostenarten werden in der Personalsuche oft zu einer Zahl vermengt. Dann wirkt die billigste Anzeige wie der beste Weg, obwohl die Linie weiter offen ist.

Drei Kostenarten einer Besetzung
Größe Was sie misst Typische Posten Steuert
Cost per Hire Suchaufwand je Einstellung Anzeigen, interne Zeit, Beratung Kanal und Suchprozess
Vakanzkosten Leerlauf der offenen Stelle Überstunden, Verzug, verlorene Aufträge Ob Warten teurer ist als Suchen
Einstellungskosten Was der neue Kopf selbst kostet Gehalt, Lohnnebenkosten, Einarbeitung Ob die Stelle wirtschaftlich trägt

Die Society for Human Resource Management nannte 2022 für die USA eine durchschnittliche Cost per Hire von knapp 4.700 US-Dollar. Im selben Text steht ein zweites, anderes Bild: Viele Arbeitgeber schätzten die gesamten Kosten einer Neueinstellung auf das Drei- bis Vierfache des Gehalts. Das ist keine Cost per Hire. Es ist eine Gesamtschätzung inkl. weicher Kosten und oft inkl. der Stelle selbst.

Für Deutschland kursiert dieselbe 4.700 als „durchschnittliche Cost per Hire“. Die Zahl stammt aus dem IZA-Discussion Paper 7656 von Muehlemann und Pfeifer. Die Autoren messen Hiring Costs für Fachkräfte anhand der BIBB-Kosten-Nutzen-Erhebung 2007/2008 in 1.001 Betrieben. Im Mittel lagen diese Kosten bei 4.700 Euro. Davon entfielen rund 1.638 Euro auf die Rekrutierung und rund 3.095 Euro auf die Einarbeitung, also Produktivitätslücke und Schulung. Wer die 4.700 Euro als heutige deutsche Cost per Hire zitiert, zählt die Anlaufkurve in die Suche.

Die Studie ist ein Kontextwert, kein Ziel für Ihre Linie. Sie ist zu alt für ein Budget 2026 und sie misst bewusst mehr als die Suche. Der Split bleibt nützlich: Ein großer Teil dessen, was „Einstellung kosten“ genannt wird, entsteht nach der Zusage.

Wie sieht eine Beispielrechnung in der Produktion aus?

Beispiel, als Rechnung markiert, nicht als Branchenmittel. Ein Fertigungsbetrieb betrachtet ein Quartal mit zwei erfolgreichen Einstellungen: ein Maschinenführer und ein Einrichter.

Beispiel: Suchkosten eines Quartals
Posten Betrag
Stellenanzeigen 2.400 Euro
Bewerbermanagement, anteilig 300 Euro
HR-Zeit 1.800 Euro
Meister- und Werksleitungszeit inkl. Werksführung 1.500 Euro
Summe Suchkosten 6.000 Euro
Einstellungen 2
Cost per Hire 3.000 Euro

Die 3.000 Euro sagen: So teuer war die Suche je unterschriebenem Vertrag. Sie sagen nicht, was die offene Linie in denselben Wochen gekostet hat. Und sie sagen nicht, was der Einrichter ab dem ersten Tag an Arbeitskosten und Einarbeitung bindet.

Ein zweites Beispiel für eine Schichtleitung über Personalberatung. Beispiel: Bei einem Bruttojahresgehalt von 60.000 Euro liegt das Honorar zwischen 15.000 und 18.000 Euro. Dazu kommen in diesem Beispiel 800 Euro Anzeigenbudget als Bezugspunkt für das Gespräch und 1.200 Euro interne Zeit für Fachgespräche und Entscheidung. Die Cost per Hire dieser einen Besetzung liegt dann zwischen 17.000 und 20.000 Euro. Das ist kein Jahresmittel und kein Vergleich gegen die Anzeige für den Maschinenführer.

Headhunter-Kosten für eine Produktionsrolle liegen bei 25 bis 30 % des vereinbarten Jahreszielgehalts, abhängig von Rolle, Seniorität und Marktlage. Wir arbeiten erfolgsbasiert: Der wesentliche Teil des Honorars entsteht erst mit der Einstellung. Zum Projektstart wird eine Anzahlung auf das Honorar fällig, die vollständig auf das Endhonorar angerechnet wird. Eine Nachbesetzungsgarantie über sechs Monate ab Vertragsbeginn ist optional buchbar: Im Garantiefall besetzen wir die Position kostenfrei nach. Den konkreten Satz und alle Konditionen halten wir vor dem Mandat schriftlich fest. Die Einordnung der Spanne steht unter Headhunter-Kosten.

Was ist eine gute Cost per Hire?

Es gibt keinen gültigen Zielwert für jede Produktionsrolle. Eine gute Cost per Hire ist die, die Sie mit derselben Messregel über die Zeit und zwischen vergleichbaren Rollen lesen können.

Eine niedrige Zahl ist kein Erfolg, wenn die Stelle offen bleibt oder die Frühfluktuation die Suche wiederholt. Eine hohe Zahl ist kein Misserfolg, wenn sie eine Engpassrolle schließt, die intern niemand fahren kann. Vergleichen Sie Maschinenführer mit Maschinenführern, nicht mit der Werkleitung.

Segmentieren Sie mindestens nach Rolle, Standort, Ersatz- gegen Neubedarf und Kanal. Der Kanalvergleich trägt nur, wenn intern und extern gleich erfasst sind. Wer die Beratungsrechnung zählt und die Meisterstunden der Anzeige-Suche unterschlägt, hält die Anzeige immer für billiger.

Warum steigt die Cost per Hire, obwohl die Anzeige billig war?

Die sichtbare Rechnung sinkt, die echte oft nicht. Laut IAB-Stellenerhebung kamen 2025 im Schnitt 16 Bewerbungen auf jede sozialversicherungspflichtige Neueinstellung, ohne Ausbildungsverhältnisse. Aus betrieblicher Sicht galten davon rund vier als geeignet. Mehr Eingang heißt mehr Sichtungszeit. Die Jobbörse kann günstig sein. Die Stunden von HR und Meister steigen trotzdem.

In der Produktion kommt ein zweiter Effekt dazu. Fachgespräche und Werksführungen passen nur in schichtfähige Fenster. Fehlt die Vertretung, fällt entweder die Linie aus oder der Termin rutscht. Beides hat einen Preis. Der erste landet in der Vakanz, der zweite in einer längeren Time-to-Hire und oft in zusätzlichen Anzeigen.

IZA fand in der alten Betriebsstichprobe außerdem: Betriebe mit Betriebsrat oder anderer Arbeitnehmervertretung lagen bei den Hiring Costs rund ein Drittel höher. Das ist kein Argument gegen Mitbestimmung. Es ist ein Hinweis, Freigabe und Beteiligung als Zeit einzuplanen, nicht als Überraschung.

Wenn die gesuchte Person bereits beschäftigt ist, erreicht die Anzeige sie oft nicht. Dann bleibt die Stelle offen, und die Cost per Hire der nächsten erfolgreichen Einstellung trägt die erfolglosen Wochen mit. Wann Anzeige, Direktansprache oder Beratung der passende Weg ist, steht im Ratgeber zur externen Personalbeschaffung.

Wie senke ich die Cost per Hire ohne die Besetzung zu gefährden?

Senken Sie unnötige Wiederholung, nicht die Qualität der Auswahl.

  1. Profil schärfen, bevor die Anzeige läuft. Unklare Anforderungen erzeugen ungeeignete Zuschriften. Jede ungeeignete Mappe kostet Sichtung. Eine knappe Prüfung der Anzeige leistet der Stellenanzeigen-Optimierer.
  2. Schichtfähige Terminfenster festlegen. Meisterzeit ist der teure interne Posten. Ein fester Slot alle zwei Wochen ist billiger als Ad-hoc-Absagen in der Linie.
  3. Kanal nach Erreichbarkeit wählen. Die Anzeige erreicht Suchende. Beschäftigte erreichen Sie über telefonische Direktansprache. Derselbe Kanal für jede Rolle ist oft die teurere Gewohnheit.
  4. Empfehlungen mit Profil, nicht mit Prämie allein. Die Prämie gehört in die Cost per Hire. Sie trägt nur, wenn die Belegschaft weiß, welches Anlagen- oder Führungsprofil fehlt.
  5. Time-to-Hire parallel lesen. Lange Auswahlphasen verlängern die Vakanz. Die Cost per Hire allein sieht das nicht. Die Messregel dafür bleibt der Ratgeber zur Time-to-Hire.

Scheitert die Probezeit, bleibt die erste Cost per Hire stehen. Die Nachbesetzung ist eine neue Suche mit eigenem Zähler. Beide Vorgänge zu einer Zahl zu mitteln verdeckt, dass Sie zweimal gezahlt haben. Die Bindung nach dem Antritt ist eine andere Kennzahl. Dafür bleiben Fluktuation und Einarbeitung eigene Auswertungen.

Mehr Anzeigen auf dieselben Portale senken die Kennzahl selten, wenn der Engpass die Terminierung oder ein beschäftigter Kandidatenmarkt ist. Dann verschieben Sie Kosten, Sie streichen sie nicht.

Wege, Dauer und Kosten der Suche im Zusammenhang behandelt der Ratgeber zur Personalsuche im industriellen Mittelstand. Die Einarbeitung nach der Zusage bleibt eine eigene Rechnung, siehe Einarbeitung von Produktionsmitarbeitern.

Checkliste: Cost per Hire im Betrieb einführen

  • Zeitraum und Ende der Einstellung schriftlich festgelegt
  • Gehalt, Einarbeitung und Vakanz aus dem Zähler gehalten
  • Externe Rechnungen vollständig erfasst
  • Interne Zeitregel dokumentiert: welche Rollen, welcher Stundensatz, welche Ausnahme
  • Abbrecher im Zähler, nicht im Nenner
  • Periodenwert und mindestens eine Segmentierung nach Rolle oder Kanal
  • Serie monatlich oder quartalsweise aktualisiert
  • Neben der CPH Time-to-Hire und eine grobe Vakanzzahl gelegt

Für die erste Auswertung gibt es ein ausfüllbares Arbeitsblatt als PDF: Rahmen, Kosten, Berechnung und ein durchgerechnetes Beispiel für Schicht und Linie.

Aus unserer Vermittlungspraxis

In Mandatsgesprächen wird die Cost per Hire oft mit der offenen Linie verrechnet. Eine billige Anzeige wirkt dann wie ein Erfolg, obwohl die Schicht weiter auf Überstunden läuft. Suchkosten und Vakanzkosten gehören in getrennte Spalten, sonst gewinnt immer der Kanal mit der kleinsten Rechnung.

Der Posten, der in der Produktion am häufigsten fehlt, ist die Zeit von Meister und Werksleitung. Fachgespräche finden nur in schichtfähigen Fenstern statt. Wird die Vertretung nicht geplant, entstehen Überstunden in der Linie oder der Prozess zieht sich. Beides hat einen Preis, nur landet er einmal als Suche und einmal als Vakanz.

Eine niedrige Cost per Hire über Stellenanzeigen allein sagt wenig, wenn die gesuchte Fachkraft bereits beschäftigt ist und die Anzeige nicht liest. Dann bleibt die Stelle offen. Die telefonische Direktansprache verschiebt Kosten von der Anzeige in Gesprächszeit oder Beratung. Sie senkt nicht automatisch die Gesamtrechnung, sie ändert, wen Sie überhaupt erreichen.

Eigene Erfahrung aus der Vermittlungstätigkeit von PolyTALENT, keine Fremdstatistik. Zahlen aus externen Quellen stehen im Quellenverzeichnis.

Handlungsempfehlungen

  1. Laden Sie das Arbeitsblatt und legen Sie Zeitraum, Zähler und Nenner schriftlich fest.
  2. Erfassen Sie die Rechnungen der letzten erfolgreichen Produktionsbesetzungen und trennen Sie Gehalt sowie Vakanz.
  3. Setzen Sie Meister- und Werksleitungszeit als eigenen Posten an oder dokumentieren Sie, warum sie vorerst fehlt.
  4. Rechnen Sie Cost per Hire je Engpassrolle, nicht nur den Werksdurchschnitt.
  5. Legen Sie neben die CPH die Time-to-Hire und eine grobe Vakanzzahl, bevor Sie den Kanal wechseln.

Häufige Fragen

Was versteht man unter Cost per Hire?+

Cost per Hire ist die durchschnittliche Suchkostenbelastung je erfolgreicher Einstellung. Sie ergibt sich aus internen und externen Recruiting-Kosten eines Zeitraums, geteilt durch die Zahl der in diesem Zeitraum eingestellten Personen. Gehalt der neuen Stelle, Einarbeitung und die Kosten der offenen Linie gehören nicht in diese Kennzahl.

Wie berechnet man die Cost per Hire?+

Addieren Sie interne Recruiting-Kosten und externe Recruiting-Kosten und teilen Sie die Summe durch die Anzahl erfolgreicher Einstellungen im selben Zeitraum. Intern ist vor allem Arbeitszeit von HR und Fachführung. Extern sind Rechnungen wie Anzeigen, Software und Personalberatung. Legen Sie Zeitraum und das Ende der Einstellung schriftlich fest.

Was sind die durchschnittlichen Cost per Hire in Deutschland?+

Die oft genannte Größe 4.700 Euro stammt aus IZA DP 7656 auf Basis der BIBB-Erhebung 2007/2008 und misst Hiring Costs inkl. Einarbeitung: rund 1.638 Euro Rekrutierung und rund 3.095 Euro Adaption. Die SHRM nannte 2022 knapp 4.700 US-Dollar als durchschnittliche Cost per Hire in den USA. Beides ist Kontext, kein Zielwert für Ihre Linie.

Was ist eine gute Cost per Hire?+

Es gibt keinen universellen Zielwert. Gut ist eine Cost per Hire, die Sie mit fester Messregel über die Zeit und zwischen vergleichbaren Rollen lesen. Eine niedrige Zahl bei offener Stelle oder hoher Frühfluktuation ist kein Erfolg. Vergleichen Sie Engpassrollen nicht mit leicht besetzbaren Hilfsfunktionen.

Wie lässt sich die Cost per Hire senken?+

Schärfen Sie das Profil vor der Anzeige, legen Sie schichtfähige Gesprächsfenster fest und wählen Sie den Kanal nach Erreichbarkeit. Beschäftigte Fachkräfte erreicht die Anzeige oft nicht. Mehr Portale senken die Kennzahl selten, wenn der Engpass Terminierung oder ein beschäftigter Markt ist. Lesen Sie parallel die Time-to-Hire und die Vakanzkosten.

Was kostet die Suche über eine Personalberatung?+

Headhunter-Kosten für eine Produktionsrolle liegen bei 25 bis 30 % des vereinbarten Jahreszielgehalts, abhängig von Rolle, Seniorität und Marktlage. Wir arbeiten erfolgsbasiert: Der wesentliche Teil des Honorars entsteht erst mit der Einstellung. Zum Projektstart wird eine Anzahlung auf das Honorar fällig, die vollständig auf das Endhonorar angerechnet wird. Eine Nachbesetzungsgarantie über sechs Monate ab Vertragsbeginn ist optional buchbar: Im Garantiefall besetzen wir die Position kostenfrei nach. Den konkreten Satz und alle Konditionen halten wir vor dem Mandat schriftlich fest.

Quellen

  1. Navarra, Katie (2022): The Real Costs of Recruitment, Society for Human Resource Management (2022-04-11)
  2. Muehlemann, Samuel / Pfeifer, Harald (2013): The Structure of Hiring Costs in Germany, IZA Discussion Paper No. 7656 (2013-09)
  3. Xing Recruiting: Cost-per-Hire, Bedeutung und Berechnung (Abruf 2026-09)
  4. Kubis, Alexander (2026): IAB-Stellenerhebung 2/2026: Fast drei von vier Bewerbungen sind aus betrieblicher Sicht ungeeignet, IAB-Forum (2026-09-03)

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