In einer Auswertung von 100 PolyTALENT-Besetzungen in Produktion, Technik und Industrie lag die mediane Dauer von der Vorstellung des später eingestellten Kandidaten bis zur dokumentierten Einstellung bei 27,5 Kalendertagen.
Das arithmetische Mittel lag bei 32,5 Kalendertagen (n=100). Die mittleren 50 Prozent der Fälle lagen zwischen 19 und 43,3 Kalendertagen (P25 und P75).
Diese Zahl ist keine allgemeine Time-to-Fill im Sinn der Messregel Freigabe des Personalbedarfs bis Angebotannahme. Sie misst eine später liegende, klar dokumentierte Phase: vom Tag, an dem der später eingestellte Kandidat dem Kunden vorgestellt wurde, bis zur dokumentierten Einstellung. Die allgemeine Definition bleibt im Ratgeber Time-to-Hire berechnen und steuern unverändert.
Datengrundlage
Ausgewertet wurden die jüngsten 100 Einstellungen in Produktion, Technik und Industrie aus der Vermittlungsdokumentation von PolyTALENT. Ein Kalenderfenster wird nicht veröffentlicht. Die Stellenbezeichnung war die Grundlage für Industriefilter, Anforderungsniveau und Rollenfamilie. Kundennamen, Kandidatennamen und Einzelmandate erscheinen nicht.
Die Leitkennzahl: Vorstellung bis Einstellung
Die mediane Besetzungsdauer von der Vorstellung bis zur Einstellung lag in dieser Stichprobe bei 27,5 Kalendertagen (n=100).
Gemessen wurde die Differenz der Kalenderdaten. Start ist der Tag, an dem der später eingestellte Kandidat dem Kunden vorgestellt wurde. Ende ist der Tag, an dem die Einstellung verbindlich dokumentiert ist.
Der Median ist die Leitkennzahl, weil einzelne längere Fälle den Durchschnitt nach oben ziehen. 32,5 Kalendertage im Mittel gegen 27,5 im Median zeigen genau diese Schiefe. Wer nur den Durchschnitt zitiert, überschätzt die typische Dauer.
| Kennzahl | Wert | Fallzahl |
|---|---|---|
| Median | 27,5 Kalendertage | 100 |
| Arithmetisches Mittel | 32,5 Kalendertage | 100 |
| P25 | 19 Kalendertage | 100 |
| P75 | 43,3 Kalendertage | 100 |
Vergleich nach Anforderungsniveau
Fachkräfte wurden in dieser Stichprobe schneller besetzt als Spezialisten, Spezialisten schneller als Führungskräfte. Das ist eine Beschreibung der Dauern, keine Aussage über Ursachen.
| Niveau | Fallzahl | Median |
|---|---|---|
| Fachkraft | 64 | 24,5 Kalendertage |
| Spezialist | 22 | 27,5 Kalendertage |
| Führungskraft | 14 | 36,5 Kalendertage |
Bei Fachkräften (n=64) lagen P25 bei 16,8 und P75 bei 39,3 Kalendertagen. Bei Spezialisten (n=22) lagen P25 bei 20,5 und P75 bei 42,3 Kalendertagen. Für Führungskräfte (n=14) weisen wir keine Quartile aus. Die Führungsgruppe liegt unter der sonst üblichen Schwelle von 15 Fällen und steht als Orientierung, nicht als gleich belastbarer Gruppenvergleich.
Zwischen Fachkraft-Median und Führungs-Median liegen 12 Kalendertage. Wer eine Werkleitung mit derselben Erwartung steuert wie eine Linienrolle, vergleicht zwei verschiedene Verteilungen.
Vergleich nach Rollenfamilien
Gruppen mit weniger als 15 Fällen bleiben in der Tabelle ungenannt.
| Rollenfamilie | Fallzahl | Median |
|---|---|---|
| Service / technischer Außendienst | 18 | 25 Kalendertage |
| Elektrotechnik | 21 | 28 Kalendertage |
| Kunststofftechnik / Spritzguss | 15 | 35 Kalendertage |
Service und technischer Außendienst (n=18) hatte den kürzesten Median der ausgewiesenen Gruppen: 25 Kalendertage. Das Mittel lag dort bei 38 Kalendertagen. Einzelne längere Fälle ziehen den Durchschnitt nach oben. Das beschreibt Streuung, nicht die Ursache.
Elektrotechnik (n=21) lag bei 28 Kalendertagen Median. Kunststofftechnik und Spritzguss (n=15) lag bei 35 Kalendertagen.
Was die Zahlen für Arbeitgeber bedeuten
Die typische PolyTALENT-Besetzung in dieser Stichprobe war nach der Vorstellung in knapp vier Wochen dokumentiert eingestellt. Die Hälfte der Fälle war nach 27,5 Tagen abgeschlossen, ein Viertel dauerte länger als 43 Tage.
Für die Linie heißt das: Wenn ein vorqualifiziertes Profil auf dem Tisch liegt, entscheidet der interne Takt mit. Termine mit Schichtleitung, Werksführung und Gehaltsfreigabe sitzen in genau dieser Phase. Wer hier zwei Wochen verliert, verschiebt nicht nur eine Kennzahl. Der Kandidat bleibt im Markt.
Für Engpassrollen in Kunststoff, Elektrotechnik und Führung ist der Median länger als in Service und Außendienst. Planen Sie die Entscheidungsfenster entsprechend, statt denselben Kalender für jede technische Rolle zu verwenden.
Die wirtschaftliche Seite offener Tage rechnet der Vakanzenrechner. Wie Personalsuche im industriellen Mittelstand organisiert wird, steht im Ratgeber Personalsuche im industriellen Mittelstand. Wenn die Suche den gebundenen Markt nicht erreicht, sprechen PolyTALENT-Berater Kandidaten in bestehenden Arbeitsverhältnissen telefonisch an und übergeben nur vorqualifizierte Profile. Der Weg in die Zusammenarbeit beginnt über Personalvermittlung.
Abgrenzung zur allgemeinen Time-to-Fill
Time-to-Fill im Recruiting bezeichnet üblicherweise die Dauer von der Freigabe des Personalbedarfs bis zur Angebotannahme. Diese Definition gilt weiter. Dieser Report überschreibt sie nicht.
Was hier steht, ist die PolyTALENT-Besetzungsdauer von der Vorstellung des später Eingestellten bis zur dokumentierten Einstellung. Das ist die Strecke, für die in den Mandaten Vorstellungs- und Einstellungsdatum vorliegen.
Ein gesamtwirtschaftlicher Kontextwert bleibt die betriebliche Vakanzdauer des IAB: 86 Tage im Jahr 2025, gemessen vom Beginn der Personalsuche bis zum tatsächlichen Arbeitsbeginn. Das ist eine andere Strecke. Sie enthält Vorlauf, Suche, Auswahl und Wartezeit bis zum ersten Arbeitstag. Unsere 27,5 Tage Median sind damit kein Time-to-Fill-Benchmark gegen das IAB.
Methodik im Detail
Quelle ist die Vermittlungsdokumentation erfolgreicher Einstellungen von PolyTALENT. Die Stichprobe umfasst die jüngsten 100 Fälle in Produktion, Technik und Industrie. Ein Kalenderfenster wird nicht angegeben. Die Dauer ist die Differenz der Kalenderdaten von Vorstellung und Einstellung.
Der Industriefilter orientierte sich an der Stellenbezeichnung: Produktion, Fertigung, Kunststofftechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik, Instandhaltung, Mechatronik, Zerspanung, Werkzeugbau, Qualität, industrielle Logistik, technische Services sowie technische Fach- und Führungsrollen. Kaufmännische Rollen, reiner Vertrieb ohne technischen Auftrag, Fahrerstellen und offenkundig fachfremde Berufe blieben draußen. Grenzfälle wurden eher behalten, wenn die Rolle in einem industriellen Umfeld lesbar war.
Das Anforderungsniveau folgt dem Jobtitel: Fachkraft bei gewerblich-technischen Rollen, Spezialist bei Techniker-, Ingenieur- und Expertenfunktionen, Führungskraft bei Leiter-, Meister- und vergleichbaren Titeln. Rollenfamilien sind grobe Gruppen aus demselben Titel. Beide Zuordnungen sind pragmatisch, nicht tariflich.
Quartile nur bei n mindestens 20, Gruppenvergleiche nur bei n mindestens 15. Minimum und Maximum werden nicht berichtet.
Was die Zahl beantwortet
Die Zahl beantwortet, wie lange es nach der Vorstellung des später eingestellten Kandidaten bis zur dokumentierten Einstellung dauert. Time-to-Fill ab Freigabe des Personalbedarfs bleibt die Messregel im Ratgeber Time-to-Hire berechnen und steuern. Die IAB-Vakanzdauer misst bis zum Arbeitsbeginn. Für die eigene Serie im Betrieb gelten dieselben Start- und Endpunkte, die Sie intern festlegen.
